Individualprophylaxe

- damit Sie auch morgen noch kraftvoll zubeißen können
Zahnfleischerkrankungen und Karies sind überwiegend verhaltensbedingte Krankheiten. In den meisten Fällen sind dies aber durch gesundheitsbewusste Ernährung, intensiver Zahnpflege zu Hause und regelmäßiger professioneller Prophylaxemaßnahmen vermeidbar.
Wenn Sie also Ihre Zähne ein Leben lang gesund erhalten wollen, müssen Sie auch ein großes Stück Eigenverantwortung tragen.
Durch ein Zusammenspiel von verschiedenen Faktoren entstehen Erkrankungen des Zahnfleisches und der Zahnhartsubstanz. Hauptursächlich dafür sind aber spezielle Bakterien (Streptokokkus mutans und Laktobazillen), welche in der Mundhöhle leben. Aggressive Säuren, welche durch die Stoffwechselprodukte dieser Bakterien entstehen, greifen den Zahn an.
Um Kinder und Erwachsene für eine gute Mundhygiene zu sensibilisieren gibt es die verschiedensten Anwendungen und Informationsangebote.
Mundhygieneberatung
Information über Entstehung von Karies
Erläuterung der richtigen Zahnputzmethode, Demonstration und praktische Übungen
Beratung über Mundhygiene, Hilfsmittel (Zahnbürste, Zahnpaste, Zahnseide, Munddusche, Mundspülung)
Professionelle Zahnreinigung (PZR)
Auch eine noch so intensive tägliche Zahnpflege mit der Zahnbürste gewährleistet nicht, dass alle Zahnbeläge, wie z. B. in Zahnzwischenräumen und Nischen, restlos entfernt wurden, da diese mit der Bürste nur sehr schwer zu erreichen sind. Hier hat sich u. a., als eines von diversen Hilfsmitteln, der zusätzliche Einsatz von Zahnseide bewährt. Allerdings kann dies nicht die regelmäßig angewendete professionelle Zahnreinigung (PZR) beim Zahnarzt ersetzen, bei der Zahnstein, Zahnbeläge und Konkremente auf der Zahnoberfläche entfernt und die Zähne gründlich poliert werden. Gleichzeitig erfolgt eine Reinigung der Zahnfleischtaschen. Nur diese ist Garant für lebenslang gesunde Zähne. Die in diesem Zusammenhang erstellten wissenschaftlichen Studien habe ganz klar deutlich gemacht, nur systematisch angewendete häusliche Mundpflege und regelmäßige professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt, in Kombination durchgeführt, erhalten Zähne und Zahnfleisch lange gesund.
Airflow
Mit dem sogenannten Airflow lassen sich auf ganz sanfte Art und Weise hartnäckige Verfärbungen, entstanden z. B. durch Tee- oder Kaffeegenuss entfernen und somit die Zähne auch wieder aufhellen. Bei diesem Verfahren wird ein Gemisch aus Wasser, Luft und kleinsten Partikeln schonend und völlig schmerzfrei wie ein feiner Sandstrahl auf die Zähne gesprüht
Fissurenversiegelung
Um Karies zu vermeiden, ist die Versiegelung der hierfür besonders anfälligen Fissuren der Backenzähne – auch bei Milchzähnen – eine außerordentlich wichtige Maßnahme. Durch diesen Schutz der gesunden und kariesfreien Kauflächen wird die Bakterienbesiedlung auf der Zahnoberfläche verhindert und eine dauerhafte kariöse Zahnzerstörung vermieden, was durch wissenschaftliche Kontrolluntersuchungen bewiesen wurde. Diese bestätigen ca. 10 Jahre Langzeiterfolge.
Dadurch das bei Fissurenversiegelungen nicht gebohrt werden muss, sind diese vollkommen schmerzlos und dadurch sehr patientenfreundlich, zudem sie auch noch kostengünstig sind!
Fluoridierungen
Fluoride sind natürliche Mineralien. Diese führt man mittels der Fluoridierung durch das Aufbringen von Lacken, Zahnpasten oder Geels den Zähnen zu, wo sich in den Zahnschmelz einlagern. Durch den Einbau der Fluoride werden die Strukturen des Schmelzes angereichert, der dadurch eine höhere Widerstandskraft gegen die bakteriellen Säureangriffe erhält. Ganz wichtig ist, vor Aufbringung fluoridhaltiger Präparate, die gründliche Reinigung der Zähne. Dadurch, dass der farblose, fluoridhaltige Lack mehrere Tage, nach Auftragen, an der Zahnoberfläche haftet, können die Fluoride tief in den Zahnschmelz eindringen und die Zahnoberfläche remineralisieren.
Speicheltest
Noch bevor es zu Zahnschäden kommt, kann man durch den Speicheltest das individuelle Kariesrisiko feststellen. Durch bakteriologische Analysen des Speichels werden bei diesem Diagnoseverfahren die Lactobazilen und die kariesverursachenden Streptococcus mutans Bakterien pro Milliliter Speichel bestimmt. Mit einem speziellen Teststreifen wird die benötigte Speichelmenge entnommen und auf einen Nährboden aufgebracht. Bei der anschließenden Analyse wird die jeweilige Konzentration abgelesen. Das Kariesrisiko wird anhand der Anzahl von Streptococcus mutans Bakterien bestimmt, während eine große Anzahl von Lactobazillen Aufschluss über den Verzehr von vergärbaren Kohlehydraten und von unsauberen Zonen (überstehende Füllungsränder) geben kann. Gleichzeitig wird die Speichelflussrate sowie die Pufferkapazität mit dem Speicheltest ermittelt. Zur erfolgreichen Kariesreduzierung ist der Speicheltest ein Glied in der Kette. Um das Ziel der Kariesreduzierung zu erreichen, bedarf es also einer Individualprophylaxe zur Vorbeugung von Zahn- und Zahnhalteapparatserkrankungen und der gründlichen Beratung durch den Zahnarzt.
Ernährungsberatung
Zucker, ganz gleich in welcher Form, ist der Hauptfeind der Zähne. Bei unseren täglichen Mahlzeiten nehmen wir Zucker bewusst oder unbewusst auf. Die sogenannten „versteckten Zucker“, die oftmals bei Lebensmitteln zur Geschmacksverbesserung oder auch nur zur Gewichtsvermehrung wie z. B. in Jogurt, Ketchup, vor allem aber in Getränken, verwendet werden, sind darin in erheblichen Mengen enthalten. Da der Zucker von bestimmten Bakterien des Zahnbelags (Plaque) in Säure umgewandelt wird, sinkt der PH-Wert im Mund. Nehmen wir Zucker in zu kurzen Abständen zu uns, kann die Säure nicht mehr genügend neutralisiert werden und die natürlichen Reparationsvorgänge im Zahnschmelz durch Remineralisation sind nicht mehr möglich. Da dadurch unweigerlich Karies entsteht, sind Zahnschäden vorprogrammiert. Kariesauslöser Nummer Eins sind daher zuckerhaltige Speisen, werden diese in zu kurzen Abständen zu sich genommen.
Auf Basis von zahnmedizinischen Langzeitstudien empfehlen wir in Zusammenarbeit mit penta-sense Xylit als eine süße Prophylaxe gegen Karies. www.penta-sense.de